Public Lecture
ARTIST TALK – DIGITALE KUNST / Ruth Schnell

Donnerstag, 21. März 2019
14:00 - 15:00 Uhr
Ort: Hintere Zollamtsstraße 17 / 3. Stock, A-1030 Wien

KALLE ALDIS LAAR

Klang macht Macht - Stimme und Suggestion, Krach und Krieg, Audiotechnik und Militär: Reflexionen zum akustischen Herrschaftsraum

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© Kalle Laar

„Wir haben gelernt der täglichen medialen Bilderflut nicht bedingungslos ausgeliefert zu sein, der emotional unmittelbaren Wirkung von Klang dagegen kann sich niemand entziehen. Lärm definiert Territorium, Töne werden zu Waffen, Stimmen aus dem Off lenken und kontrollieren: Macht offenbart sich auch akustisch.

Bemerkungen zum Beutemachen, zu Muzak, Evangelikalen, Seelephonie, der Geburt des Telefons aus dem Geist der Anatomie, Vocoder, militärischer Klangforschung, Verschlüsselung und Überwachung. Und warum die erste digitale Tonspur von Jurassic Parc nicht überzeugt hat.“ (Kalle Aldis Laar)

Kalle Aldis Laar ist Klangkünstler, Hörspielautor und DJ.

Ausstellungen, Performances, u.a. Kunst-Biennalen Venedig und Havanna, Transmediale Berlin, Ars Electronica Linz. Interdisziplinäre Projekte mit artcircolo.de (aktuell in Eritrea, der Tschechischen Republik und Marokko). Gründer des Temporären Klangmuseums, ein umfassendes Archiv an Vinyl-Dokumenten zur Zeitgeschichte. Lectures u.a. zu Klang, Macht und Kunst, Lehraufträge an der Nanjang University Singapur, UdK Berlin. Zuletzt: Radio-Essay Castle Bravo, Heidegger, Godzilla und der ganze Rest, SWR 2018.

Produzent (Auswahl): Ernst Molden: dei schwesda waand, 2018; Yeah! 2017; Schdrom, 2016; Ho Rugg, 2014 (Preis der Deutschen Schallplattenkritik), La Paloma. One song for all worlds, CD vol.I-VI, 1995 (Preis der Deutschen Schallplattenkritik), Coco Schumann: Double - 50 Years in Jazz, Do-CD 1997 (Preis der Deutschen Schallplattenkritik)

http://www.soundmuseum.com

Der Artist Talk findet im Rahmen einer Kooperation der Abteilung DIGITALE KUNST (Prof. Ruth Schnell) / Universität für angewandte Kunst Wien mit TONSPUR Kunstverein Wien (Künstlerischer Leiter Georg Weckwerth) statt.

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