Public Lecture
ARTIST TALK – DIGITALE KUNST / Ruth Schnell

Donnerstag, 26. März 2020
14:00 - 15:00 Uhr
Ort: Hintere Zollamtsstraße 17 / 3. Stock, A-1030 Wien

MARCELLO FARABEGOLI, Kurator von "Japan Unlimited"

Japans "right wing" vs. "JAPAN UNLIMITED"

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Chim↑Pom, Super Rat, 2006 Stuffed and painted rat Photo by Yoshimitsu Umekawa Courtesy of the artists, ANOMALY and MUJIN-TO Production © Chim↑Pom

Marcello Farabegoli, der Kurator von „JAPAN UNLIMITED“ geht in seinem Vortrag auf das Ausstellungskonzept und die Entwicklungen rund um den Ausstellungsverlauf ein. Wir stellen uns die Frage nach den Grenzen politisch-sozialkritischer Kunst. Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen und regen Austausch.

Seit über 150 Jahren unterhalten Österreich und Japan diplomatische Beziehungen. Dieses Verhältnis hat kürzlich einen Knacks erlitten. Grund dafür ist die Ausstellung „JAPAN UNLIMITED“ im frei_raum Q21 exhibiton space MuseumsQuartier Wien (25. September bis 22. November 2019), denn sie hat ein kritisches Bild von Japan gezeichnet. Das sog. japanische "right wing" attackierte via Twitter und diversen Internetplattformen die Kunstschau und nannte sie “antijapanisch". Zunächst als offizielle Jubiläumsveranstaltung „150 Jahre Freundschaft Österreich-Japan" anerkannt, wurde ihr dieser Status von der japanischen Botschaft entzogen. Dieser Rückzug sorgte für Schlagzeilen in fast allen österreichischen und japanischen sowie in einigen wichtigen internationalen Medien. In Japan löste der Rückzug ein regelrechtes Politikum aus. In zwei Monaten zählte die Ausstellung 21.089 BesucherInnen.

Marcello Farabegoli wurde 1973 in Cesena (Italien) geboren und wuchs in Bozen auf. Nach Abschluss seines Physik-Studiums an der Universität Wien wirkte er bei mehreren Umwelt- und Kulturorganisationen in Berlin mit und war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Didaktik der Physik an der Universität Potsdam, insbesondere zur Erforschung der Wechselbeziehung zwischen Physik und Ästhetik. 2005 – 2010 leitete er eine Galerie für zeitgenössische japanische Kunst in Berlin. Seit 2010 in Wien ansässig, war er u.a. Mitarbeiter bei den Kunstauktionen des Dorotheums. Seit 2014 arbeitet er vorwiegend als freier Kurator und Produzent von Kunstprojekten wie etwa in der Ex Pescheria – Salone degli Incanti in Triest in Kooperation mit dem MAK – Österreichisches Museum für Angewandte Kunst / Gegenwartskunst, im frei_raum Q21 exhibition space MuseumsQuartier Wien, in der Kunsthalle Wien, im Kunst Haus Wien, im Palais Metternich Wien – Sitz der italienischen Botschaft in Österreich, auf der Parallel Vienna und als Programmpartner der Vienna Art Week.

https://www.marcello-farabegoli.net/japan-unlimited/

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