Gerhard Lang

SIMULACRA EX SPECULIS

Kuratiert von Ruth Schnell und Tommy Schneider

Eröffnung: 28.02.2018, 19:00 Uhr (Der Künstler ist anwesend)
Ausstellungsdauer: 01.03.2018 - 20.04.2018
Öffnungszeiten: 10:00 - 22:00 Uhr
Ort: Schauraum Angewandte - quartier 21 im MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien

Bevor sich die Polizei auf die Suche nach dem unbekannten Täter macht, bildet sie den Unbekannten ab - auf einem Phantombild. Die Polizei gibt jedem Fall ein Gesicht und tastet sich damit an das Unbekannte, das Fremde, Befremdliche heran. Seit den frühen 90er Jahren verwendet Gerhard Lang ein altes Phantombildgerät des Bundeskriminalamtes in Deutschland. Mit dessen besonderer Spiegel-Montagetechnik kann aus bis zu vier Gesichtsaufnahmen ein neues Gesicht, das Phantombild, erzeugt werden. Auf Einladung von Cathrin Pichler und Roman Berka vom museum in progress entstand mit dem Montage-Synthesizer im Jahr 2000 das in Der Standard veröffentlichte Phantombild Die Regierung - Langs Antwort auf die erste rechtskonservative Regierungskoalition zwischen der ÖVP und FPÖ in Wien. Der documenta-Teilnehmer Lang wird bei der Eröffnung mit dem Phantombildgerät performativ neue Bereiche und Räume erschließen, die über das menschliche Gesicht hinausgehen.

Kurzbiografie:
Gerhard Lang (*1963) studierte in Kassel und London. Ausstellungen: Biennale Venedig, Kunsthalle Düsseldorf, PS1 New York, Hayward Gallery London, Canadian Center for Architecture Montreal, MMKK Klagenfurt, documenta 14 Kassel. Er lebt und arbeitet in Schloss-Nauses und London.

Dank an:
Lucius und Annemarie Burckhardt Stiftung, Edith und Hans Fritz Lang, Wolfgang Lang, Katharina Hillenbrand, Helmut Aebischer, Martin Reinhart, Herwig Turk, Stephan Weyer-Menkhoff

www.gerhardlang.com

Image

Foto: © Bildrecht GmbH, Wien 2018 Unbekannt, Phantombild, aus der Serie Palaeanthropische Physiognomie, 1992

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